header

Aktuelles

Internationales Team bereichert die Neurochirurgie

International engagiert: Xu Lei Liu (Gastarzt aus China), Dr. Maryam Umar Swaleh Sherman (in Facharztausbildung aus Kenia), Prof. Dr. Jürgen Piek (Chef der Neurochirurgie), Maria Fernanda Cardenas Montesino (Gastärztin aus Kolumbien), Dr. Svorad Tronvec (Oberarzt aus der Slowakei) und Augusto Eduardo Corestein (Facharzt aus Argentinien)

Internationale Zusammenarbeit wird in der Neurochirurgie der Universitätsmedizin Rostock großgeschrieben. Ärzte aus der ganzen Welt suchen fachlichen Austausch mit den Kollegen aus der Hansestadt. Aus der Slowakei, Kenia, Argentinien, Kolumbien und aus China sind die Mediziner angereist. Einige verbringen als Gastarzt oder in ihrer Facharztausbildung einen begrenzten Zeitraum an der Unimedizin, um Einblicke in modernste Diagnostik- und Therapieverfahren zum Beispiel bei der Tiefen Hirnstimulation zu bekommen, andere lassen sich in Rostock gleich ganz nieder.

„Die Zusammenarbeit in unserem Team ist völlig unkompliziert, wir verstehen uns alle wunderbar, selbst dann, wenn wir in politischen und kulturellen Dingen manchmal unterschiedliche Ansichten haben“, sagt Prof. Dr. Jürgen Piek, Chef der Neurochirurgie. Bei der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft werden sich einige Lager bilden, ist er sich sicher.

In Zeiten der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit möchte er mit seinem internationalen Team ein Zeichen setzen – aber nicht nur. Durch die weltweiten Kontakte der Kollegen findet die Neurochirurgie der Unimedizin internationale Beachtung. „Gelegentlich suchen dadurch auch Patienten aus dem Ausland unsere Hilfe“, so Piek. Drei Patienten aus Peru und einen aus der Slowakei haben die Neurochirurgen bereits operiert. Durch die steigende Bekanntheit werde das Team außerdem häufiger zu internationalen Kongressen und Fortbildungen eingeladen und könne dort die Unimedizin repräsentieren. Für beide Seiten hat sich die Zusammenarbeit schon in kurzer Zeit gelohnt. 

Rostocker Neurochirurgie richtet 22. Kongress für junge Mediziner in Rumänien aus

200 rumänische Mediziner besuchten Fortbildung deutscher Neurochirurgen.

Die Neurochirurgie der Unimedizin Rostock hat eine dreitägige Fortbildung für junge rumänische Ärzte und Medizinstudenten höherer Semester in Cluj-Napoca ausgerichtet. Es war der 22. Kurs dieser Art. Ende April hielten Professoren aus Rostock, Hamburg, Duisburg und Heidelberg gemeinsam mit ihren rumänischen Kollegen aus Cluj, Iasi und Timisoara Vorträge über das Thema „Gefäßfehlbildungen des Gehirns und Rückenmarks“. Knapp 200 rumänische Mediziner besuchten den Kurs, der ursprünglich einmal mit zwei Vortragenden und 16 Teilnehmern in Bukarest begann. „Besonders beeindruckend war für mich, dass allein in Cluj 40 Medizinstudenten ab dem fünften Semester freiwillig eine vertiefte neurochirurgische Ausbildung absolvieren“, sagt Prof. Dr. Jürgen Piek, Chef der Neurochirurgie und Mitorganisator der Veranstaltung. Die Ausbildung in Rumänien sei zwar exzellent, allerdings liegen kleinere neurochirurgische Abteilungen in der medizin-technischen Ausstattung deutlich hinter Deutschland. Lediglich zwei bis drei Zentren arbeiten auf europäischem Niveau. „Besonders in der Wirbelsäulenchirurgie haben die Kollegen Nachholbedarf“, so Piek. Daher profitieren die rumänischen Neurochirurgen stark vom internationalen Austausch.

4. Hands-On Operationskurs am Schwein

18./19. September 2019, Vorabinformationen HIER