Neurovaskuläre Erkrankungen (Gefäßchirurgie)

Blutungen des Gehirns oder des Rückenmarks können unterschiedliche Ursachen haben. Häufig stecken Gefäßfehlbildungen wie Cavernome, arterio-venöse Malformationen (AVM, Angiome), AV–Fisteln oder Aneurysmen dahinter.

Diese können angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein. Unabhängig vom Ursprung beherbergt die Gefäßfehlbildung ein Risiko für eine Blutung im Gehirn oder Rückenmark mit zum Teil notfallmäßig auftretenden und weitreichenden Folgen.

Falls es planbar ist, werden Sie in unserer Spezialsprechstunde (Tel.: +49(0)381 494-6439) eingehend und ausführlich, anhand Ihrer individuellen Geschichte sowie der vorhandenen Bildgebung über die Behandlungsmöglichkeiten beraten.

In interdisziplinären Gefäßkonferenzen erfolgt gemeinsam mit den Kollegen der Radiologie (Direktor Prof. Dr. Weber ), Neurologie (Direktor Prof. Dr. Storch) und Allgemein- und Gefäßchirurgie (Direktor Prof. Dr. Schafmayer) eine individuelle Planung der Therapie.

Ziel ist es, für alle Patienten ein effektives und risikoarmes Gesamtkonzept festzulegen. Falls es möglich ist, die Gefäßmissbildung über einen Katheter zu verschließen (Coiling/Stenting/Embolisation), kann dies in Zusammenarbeit mit der Neuroradiologie (Leiter Prof. Dr. Lange) durchgeführt werden.

Falls die Versorgung durch eine Operation erfolgen muss, steht auch hierbei die Patientensicherheit an oberster Stelle. So verfügt die Abteilung für Neurochirurgie über sämtliche und neueste Verfahren zur Durchführung einer mikrochirurgischen Operation mit intraoperativer Bildgebung (ICG-Fluoreszenz Angiographie, Neuronavigation, intraoperatives neurophysiologisches Monitoring).